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Lernförderung

Welche Leistung wird erbracht?

Mit der außerschulischen Lernförderung werden im Ausnahmefall die von den Schulen und schulnahen Trägern (z. B. Fördervereine) organisierten Förderangebote ergänzt. Diese in der Regel kostenfreien Angebote sind vorrangig zu nutzen.

Nur wenn das Erreichen des Klassenziels (Versetzung in die nächste Klassenstufe oder ein ausreichendes Leistungsniveau) gefährdet ist und eine Verbesserung nur mit Hilfe einer außerschulischen Lernförderung kurzfristig erreicht werden kann, kommt diese Leistung in Betracht.

Für das Erreichen einer besseren Schulartenempfehlung (z. B. Übertritt auf ein Gymnasium) kann keine außerschulische Lernförderung gewährt werden. Wenn eine außerschulische Lernförderung notwendig ist, werden die entstehenden Kosten hierfür übernommen.

Wie funktioniert das?

Die Leistung muss gesondert beantragt werden. Mit der Antragstellung erhalten Sie einen Vordruck, in dem Sie sich von der Schule die Notwendigkeit der Lernförderung in bestimmten Fächern bestätigen lassen.

Schulbestätigung "Lernförderung"

Antragformular für Leistungen für Bildung und Teilhabe öffnen

Diese Bestätigung erfordert neben Angaben zu dem Fach, in dem der Bedarf besteht, auch Angaben über den Zeitraum, in dem die Schwächen aller Voraussicht nach mittels gezielter Lernförderung beseitigt werden können.

Bitte reichen Sie zudem das letzte Schulzeugnis (i.d.R. die Halbjahresinformation) ein. Zusätzlich ist eine Einschätzung erforderlich, dass das Erreichen des Klassenziels gefährdet ist und die Gefährdung durch die vom Fachlehrer empfohlene Lernförderung voraussichtlich behoben werden kann.

Der Fachlehrer gibt Hinweise auf eine geeignete Form der Lernförderung (z.B. Nennung von Nachhilfelehrern).
Sie legen dann mehrere Vergleichsangebote vor.

Auf Basis dieser Einschätzung entscheidet Ihr persönlicher Ansprechpartner über die Gewährung eines Gutscheins für geeignete Lernförderung.

Bitte beachten Sie, dass die Auswahl des Anbieters der Lernförderung aus leistungsrechtlichen Gründen (z. B. Prüfung der Hilfebedürftigkeit) immer in Absprache mit Ihrem Jobcenter erfolgen muss.

Mit dem Bewilligungsbescheid erhalten Sie einen Gutschein über die außerschulische Lernförderung für das förderbedürftige Kind. Diesen gibt Ihr Kind bei dem Nachhilfelehrer bzw. in der Einrichtung ab.
Das Jobcenter rechnet die Kosten für den Förderunterricht direkt mit dem Anbieter der Lernförderung ab.

Eine Direktzahlung an Sie ist grundsätzlich nicht möglich (§ 29 Abs. 1 SGB II).

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